9.November - Die Erinnerung zur Mahnung http://9november.blogsport.de Überregionale Demonstration am 9. November 2012 in Mettmann Wed, 05 Dec 2012 15:03:48 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Abschließender Bericht zur Demonstration gegen Rechts am 9. November 2012 in Mettmann http://9november.blogsport.de/2012/12/01/abschliessender-bericht-zur-demonstration-gegen-rechts-am-9-november-2012-in-mettmann/ http://9november.blogsport.de/2012/12/01/abschliessender-bericht-zur-demonstration-gegen-rechts-am-9-november-2012-in-mettmann/#comments Sat, 01 Dec 2012 09:34:21 +0000 Administrator News http://9november.blogsport.de/2012/12/01/abschliessender-bericht-zur-demonstration-gegen-rechts-am-9-november-2012-in-mettmann/ Über 250 Menschen demonstrierten am 9. November 2012 zum 74. Jahrestag der Reichspogromnacht in Mettmann. Unter dem Motto „Die Erinnerung zur Mahnung – Für eine Welt, in der Antisemitismus, Faschismus und Rassismus keinen Platz haben sollen, mobilisierte das Antifaschistische Bündnis Kreis Mettmann zu einer überregionalen Demonstration, welche ebenfalls auf aktuelle Neonazi-Aktivitäten in der Kreisstadt aufmerksam machen sollte. Die Stadt Mettmann, eine 38.000 Einwohner-Gemeinde zwischen Wuppertal und Düsseldorf gelegen, hat sich in den vergangenen drei Jahren zu einem wichtigen Rückzugsort für die regionale Neonazi-Szene entwickelt, die mit der Gaststätte „Lounge Deluxe“ ein Lokal besitzt, in welchem Neonaziveranstaltungen und -treffen fast an der Tagesordnung stehen.

Mobilisierung:
Sechs Wochen vor der Demonstration begann die Mobilisierungsarbeit. Es wurden mit den Parteien „BÜNDNIS 90/DIE GRÜNE und „DIE LINKE.“, verschiedenen sozialen & politischen Gruppen, dem DGB-Ortsverband aus Mettmann und vielen regionalen und überregionalen antifaschistischer Gruppen und Initiativen ein breites Bündnis für die Demo aufgestellt. Zudem fanden in Mettmann, Aachen, Köln, Bochum und Wuppertal Informations- und Mobilisierungsvorträge statt. Der Informationsvortrag informierte allgemein über die Stadt Mettmann und speziell über Neonaziaktivitäten und Gegenproteste. Der Mobi-Vortrag ging näher auf die anstehende Demonstration gegen Rechts ein.
Vor allem der Vortrag in Mettmann, besucht von über 30 Menschen, lobte die Initiative sehr, rief allerdings auch Skepsis bezüglich der Route hervor. Es hieß sogar, dass es eine Provokation darstellen würde, so nah an der „Lounge Deluxe“ zu protestieren. Wenn man doch wüsste, dass sich dort Neonazis aufhalten würden, solle man doch lieber ausweichen oder alternativ nur eine Kundgebung in der Innenstadt oder auf weiter entfernten Plätzen stattfinden lassen. Die geäußerte Skepsis kam sowohl von Kirchen, als auch der SPD und FDP, welche sich nach Überlegungen nicht zu einer Unterstützung und Teilnahme an der Demonstration ausgesprochen haben. Die CDU hatte bereits am Anfang klargestellt, dass sie nicht an der Demonstration teilnehmen werde. Auch der Bürgermeister zeigte kein Interesse sich an diesem Tag auf der Demonstration sehen zu lassen. Vielleicht überzeugt nun der positive Ausgang der Situation, welche als einziger Kritikpunkt gesehen wurde, für eine zukünftige Unterstützung.

Neonazis:
Bereits im Vorfeld, jedoch nach Bekanntmachung der Demonstration, haben die Neonazis angekündigt, einen Geburtstag eines Kameraden in der Gaststätte „Lounge Deluxe“ feiern zu wollen. Dies ist in Anbetracht des Datums und der zeitgleich stattfindenden Demonstration gegen Rechts als doppelte Provokation zu werten. Zudem sind Neonazis einige Tage vor der Demonstration gezielt und organisiert nach Mettmann gefahren, um Mobi-Plakate zur Demonstration abzureißen oder mit Sprüchen wie „Wir bleiben“ oder „Mettmann Nazikiez“ zu übermalen. Ebenfalls wurde eine an einer Brücke befestigte Tapete, welche auf die Demo am 9.11. aufmerksam machte, von den Neonazis abgehangen und am Abend der Demo in einer Seitenstraße der „Lounge Deluxe“ „voller Stolz“ präsentiert.

Gedenkveranstaltungen am 9. November:
Im Vorfeld der am Abend des 9. November stattfindenden Demonstration gegen Rechts gab es zusätzlich in der Nachbarstadt Wuppertal einen antifaschistischen Gedenkrundgang. Eine halbe Stunde vor der Demo fand außerdem, wie jedes Jahr, vor dem „Koburg-Mahnmal“ in Mettmann, welches an alle Opfer der NS-Zeit erinnert, eine Andacht mit Kranzniederlegungen statt. Diese wurde vom „Bündnis für Toleranz und Zivilcourage“, Kirche, Politikern, sowie weiteren engagierten Bürgerinnen und Bürgern veranstaltet.

Demonstration gegen Rechts in Mettmann:
Ab 19 Uhr begann die Auftaktkundgebung der Demonstration gegen Rechts an einer großen Kreuzung in der Innenstadt, unmittelbar am Bahnhof Mettmann-Zentrum gelegen. Während sich die DemonstrationsteilnehmerInnen sammelten, wurde Musik vom Lautsprecherwagen abgespielt. Es folgten ein Jingle zu einer Soli-Kampagne für griechische AntifaschistInnen, ein Redebeitrag eines Studenten der Kirchlichen Hochschule in Wuppertal, welcher im Namen des AStA, auf die Zusammenhänge der Räumlichkeiten der Hochschule und der Gemeinde in Mettmann zu damaliger Zeit berichtete und schlussendlich ein Redebeitrag eines Abgeordneten im Kreistag von „BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN, welcher auf eine vom Stadtrat Mettmann verfasste Resolution gegen Rechts hinwies, nochmals auf das Neonazi-Problem aufmerksam machte und deutlich zum Ausdruck brachte, dass Mettmann keinen Platz für Nazis hat.

Die Demonstration zog mit mehr als 250 TeilnehmerInnen zunächst durch das Wohngebiet, in welchem sich der einschlägig bekannte Neonazi-Treffpunkt „Lounge Deluxe“ befindet. Begleitet wurde der Demonstrationszug von einem vorweg fahrenden Polizeiauto und einigen fußläufigen PolizistInnen. Das Polizeiaufgebot, welches sich mit der Demonstration gegen Rechts beschäftigte, ist vor allem der im Vorfeld hochgekochten Diskussion von anwesenden Neonazis und einem dadurch möglichem erhöhten Konfliktpotenzial als gering einzuschätzen.

Die erste Zwischenkundgebung wurde etwa 30 Meter in Hör- und Sichtweite der „Lounge Deluxe“ in der Elberfelder Straße 53 abgehalten. Mit einem Redebeitrag wurde die Neonazi-Aktivitäten der letzten Zeit in Mettmann hingewiesen und den Zusammenhang mit der Gaststätte deutlich. Von dem Problem konnten sich alle Anwesenden selbst überzeugen. In der „Lounge Deluxe“ hielten sich etwa 30 Neonazis auf. Nach einer Geburtstagsfeier sah das ganze allerdings nicht aus. Der Inhaber der „Lounge Deluxe“, Frank Krellner, stellte den Neonazis gar seine privaten Räumlichkeiten in den Obergeschossen des Gebäudes zur Verfügung. Somit bleibt nun gar kein Zweifel mehr daran, dass Frank Krellner die Neonazis nicht nur passiv mit dem zur Verfügung stellen seiner Räumlichkeiten unterstützt, sondern auch aktiv den Neonazis unter die Arme greift, eine Demonstration gegen Rechts mit Rufen aus seinem Haus zu stören und abfotografieren zu lassen.

Im Vorfeld der Demonstration wurde von einigen Skepsis und Bedenken über die Route geäußert. Denn die Situation vor der Gaststätte „Lounge Deluxe“ blieb ruhig. Eine Polizeikette trennte DemonstrantInnen und das Haus, in dem sich die Neonazis befanden. Es wurde wie geplant ein Redebeitrag gehalten und anschließend den Nazis mit Sprechchören die Meinung gesagt. Das groß herbeigeredete Konfliktpotenzial wurde nicht gefunden und auch die Polizei redet von einem „friedlichen Verlauf“. So haben auch nach der Demonstration viele Menschen ihren Unmut über die Nicht-Teilnahme einiger Parteien und Kirchen geäußert. Viele haben sich gewundert, dass sich der Bürgermeister nicht auf dieser wichtigen Demonstration hat blicken lassen. Wir als Initiatoren haben im Vorfeld der Demonstration alles daran gesetzt, jeden potenziellen Unterstützer die Möglichkeit zu geben, sich an dem Protest anzuschließen. Nicht nur wir würden uns freuen, wenn entsprechende Zweifel nun beseitigt sind und man in Zukunft mit der Teilnahme entsprechender Parteien und Kirchen rechnen kann.

Die Demonstration zog weiter Richtung Innenstadt und machte mit einer zweiten Kundgebung am „Koburg-Mahnmal“, ein seit April 2000 am Lavalplatz erbautes Denkmal, welches an die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur erinnert. Die Koburg war eine Villa, die im dritten Reich der SA als Rückzugsort und Foltereinrichtung diente. An dieser geschichtsträchtigen Stelle folgte der letzte Redebeitrag. Aus Sicht eines Historikers wurde noch einmal über die Ereignisse der Reichspogromnacht aufgeklärt und darauf aufmerksam gemacht, wie menschenverachtend sich Neonazis auch heute noch, meist unbeschadet, auf das faschistische Gedankengut berufen.

Danach setzte sich der Demonstrationszug durch die „historische Altstadt“ fort und endete auf dem Jubiläumsplatz, einem zentralen Platz in Mettmann, auf welchem im Sommer 2011 über 50 Neonazis eine Kundgebung abhielten. An diesem Tag waren es über 250 Menschen, die sich dem entgegen stellten und ein klares Zeichen gegen Rechts setzten.

Polizei:
Die Polizei war mit etwa 40 Einsatzkräften vor Ort. Dabei wurde mit der ohnehin eher gering einzuschätzenden Polizeipräsenz ein erhöhtes Augenmerk auf das Umfeld der Gaststätte „Lounge Deluxe“ gesetzt. Die eingesetzten Kräfte bei der Demonstration gegen Rechts und das vorweg fahrende Polizeifahrzeug regelten lediglich den Verkehr. Es bestand auch zu keinem Zeitpunkt der Grund in das Demogeschehen einzugreifen. Dennoch ist an dieser Stelle zu erwähnen, dass sich die Polizei zurückgehalten hat und schlussendlich die Demonstration gegen Rechts wie geplant erfolgreich und ohne Zwischenfälle durch Mettmann ziehen konnte.

Presse:
Auch die Lokalpresse hat sich der Demonstration angenommen und teilweise schon früh in Zusammenhang mit einem Prozess eines antisemitischen Übergriffs von Februar 2012 in Mettmann auf die Demonstration aufmerksam gemacht. Aber vor allem der Vortrag in Mettmann wurde in den Medien heiß diskutiert. Nur schade oder vielleicht auffällig, dass die Berichterstattung nach der Demonstration nicht so viel Platz einnahm. Während die Medien in der Vergangenheit von angeblichen Krawallen auf einer Spontandemonstration im Juli zu berichten wussten, vermisste man bei einem friedlich verlaufenden Protestzug gegen Rechts mit über 250 Menschen eine größere Nachberichtserstattung. Das Radio Neandertal hat sowohl vor, als auch nach der Demonstration auf den Protest aufmerksam gemacht bzw. Bericht erstattet.

Resümee:
Es ist gelungen ein breites Bündnis, bestehend aus Parteien, sozialen & politischen Vereinen, antifaschistischen Gruppen und Gewerkschaft, für die Demonstration aufzustellen. Mit über 250 TeilnehmerInnen war die Demonstration größer als die erwartete Teilnehmerzahl. Neben überregionalen und vor allem regionalen AntifaschistInnen aus den Nachbarstädten Düsseldorf und Wuppertal, lässt sich positiv feststellen, dass sich die meisten TeilnehmerInnen aus Mettmanner Bürgerinnen und Bürgern zusammensetzte. Somit ist es gelungen, dem Neonazi-Problem in der Mettmanner Öffentlichkeit Gehör zu verschaffen.

An diesem Punkt gilt es weiterzuarbeiten. Denn mit der Demonstration hat sich das Neonazi-Problem nicht in Luft aufgelöst. Im Gegenteil. Es hat gezeigt, wie aktuell das Thema auch in Mettmann ist. Deshalb ist es nun wichtig an den Erfolgen anzuknüpfen, weiterhin auf das Problem hinzuweisen, und den Neonazis gemeinsam deutlich machen, dass Mettmann kein Rückzugsort für Neonazis sein darf.

Denn eins steht fest. Auch Mettmann hat keinen Platz für Nazis!

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Erstes Fazit zur Demo gegen Rechts heute in Mettmann http://9november.blogsport.de/2012/11/09/erstes-fazit-zur-demo-gegen-rechts-heute-in-mettmann/ http://9november.blogsport.de/2012/11/09/erstes-fazit-zur-demo-gegen-rechts-heute-in-mettmann/#comments Fri, 09 Nov 2012 21:52:04 +0000 Administrator News http://9november.blogsport.de/2012/11/09/erstes-fazit-zur-demo-gegen-rechts-heute-in-mettmann/ Am Freitag, den 9. November 2012, haben zum 74. Jahrestag der Reichspogromnacht 250 Menschen an der Demo gegen Rechts in Mettmann teilgenommen. Die Polizei war mit etwa 40 Einsatzkräften vor Ort und hat sich zurückgehalten. Die Demonstration startete Mettmann-Zentrum und zog zunächst zum einschlägig bekannten Neonazi-Treffpunkt „Lounge Deluxe“ in der Elberfelder Straße 53. Dort haben 30 Neonazis eine „Geburtstagsfeier“ veranstaltet. Mit einem Redebeitrag wurde auf das Problem „Mettmann als Rückzugsort der Neonaziszene Nordrhein-Westfalens aufmerksam gemacht. Im Anschluss setzte sich der Demonstrationszug durch die Mettmanner Innenstadt fort. Am „Koburg-Mahnmal“ wurde ein historischer Beitrag zur damaligen Zeit gehalten. Im Anschluss zog die Demonstration durch die Altstadt und endete auf dem zentralen Jubiläumsplatz in Mettmann.

Wir danken allen UnterstützerInnen der Demonstration und allen TeilnehmerInnen für einen erfolgreichen Protest gegen Rechts.

Ein ausführlicher Bericht wird folgen.

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Update // HEUTE: Demo gegen Rechts in Mettmann // Gestern & heute Neonazi-Provokation http://9november.blogsport.de/2012/11/09/update-heute-demo-gegen-rechts-in-mettmann-gestern-heute-neonazi-provokation/ http://9november.blogsport.de/2012/11/09/update-heute-demo-gegen-rechts-in-mettmann-gestern-heute-neonazi-provokation/#comments Thu, 08 Nov 2012 23:50:46 +0000 Administrator News http://9november.blogsport.de/2012/11/09/update-heute-demo-gegen-rechts-in-mettmann-gestern-heute-neonazi-provokation/ Heute am 9. November 2012 findet zum 74. Jahrestag der Reichspogromnacht eine überregionale Demonstration gegen Rechts in Mettmann statt. Unter dem Motto „Die Erinnerung zur Mahnung – Für eine Welt, in der Antisemitismus, Faschismus und Rassismus keinen Platz haben sollen, möchten wir der Opfer erinnern und an gegenwärtige Neonaziaktivitäten mahnen. Gemeinsam soll ein klares Zeichen gegen Rechts gesetzt werden!

Update: Gestern haben Neonazis in der ganzen Stadt zahlreiche Plakate zur Demonstration abgerissen bzw. mit Sprüchen wie „Mettmann Nazikiez“ oder „Wir bleiben“ übermalt.
Außerdem möchten die Neonazis heute eine Geburtstagsfeier eines „Kameraden“ in dem einschlägig bekannten Neonazi-Treffpunkt „Lounge Deluxe“ in der Elberfelder Straße 53 feiern. Dies ist eine Reaktion auf die heute stattfindende Demonstration gegen Rechts und stellt zusätzlich am Jahrestag der Reichspogromnacht eine Provokation dar.

Umso wichtiger ist es, dass heute viele Menschen nach Mettmann kommen und gegen die Neonazis demonstrieren. Lasst und gemeinsam zeigen, dass Mettmann KEIN „nazikiez“ ist!

Denn: „Erinnern heißt Handeln!“
Überregionale Demonstration gegen Rechts am Jahrestag der Reichspogromnacht
Fr. 9. November – 19 Uhr Mettmann Zentrum

Die letzten Informationen zur Demonstration gibt es hier als Zusammenfassung:

Wo wird demonstriert?
Die Auftaktkundgebung startet ab 19 Uhr auf der großen Kreuzung (Talstraße/Bahnstraße) in Mettmann Zentrum, unmittelbar an dem Bahnhaltepunkt „Mettmann-Zentrum“
Anschließend wird es eine Route entlang der einschlägig als Neonazi-Treffpunkt bekannten Gaststätte „Lounge Deluxe“ und durch die Mettmanner Innenstadt geben.
Die Abschlusskundgebung wird auf dem zentralen Jubiläumsplatz stattfinden.

Wer demonstriert?
Die Demonstration ist eine Initiative des Antifaschistischen Bündnisses Kreis Mettmann, welche von vielen UnterstützerInnen aus einem breiten Spektrum unterstützt wird. Neben vielen regionalen und überregionalen antifaschistischer Gruppen, unterstützen die Parteien „BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN“ und „DIE LINKE.“ die Demonstration. Des Weiteren zählt sich der DGB-Ortsverband Mettmann zum Unterstützerkreis. Mit der „Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V.“ und dem Bündnis „Wuppertal gegen Rechts“ wird man ebenfalls von breit aufgestellten Bündnissen aus der Nachbarstadt unterstützt.

Was machen die Neonazis?
Die möchten am Jahrestag der Reichspogromnacht Geburtstag eines „Kameraden“ feiern. Als Ort hierfür hat man sich erneut die Gaststätte „Lounge Deluxe“ in der Elberfelder Straße 53 in Mettmann ausgesucht. Die Reaktion der Neonazis auf diese Demonstration ist als Provokation zu werten und zeigt nochmals, dass Mettmann ein wichtiger Rückzugsort für Neonazis ist.

Was mache ich, wenn es Probleme gibt?
Wenn vor, während oder nach der Demonstration Probleme auftreten steht euch unter der Nummer 0152/13852965 ein Ermittlungsausschuss (EA) als rechtlicher Beistand zur Verfügung.

Kann ich eigene Fahnen/Transparente mitbringen?
Klar! Themenbezogene Fahnen / Transparente sind gerne erwünscht. Es wird lediglich darum gebeten von Parteifahnen etc. abzusehen.

Wie kann ich mich auf dem Laufenden halten?
Es wird am Tag der Demonstration einen Ticker geben, der über Facebook (https://www.facebook.com/antifaschistisches.buendnis.kreis.mettmann) oder Twitter (https://twitter.com/BuendnisME) aufgerufen werden kann.

Wie komme ich zur Demonstration?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Demonstration um 19 Uhr anzureisen.

So finden im Vorfeld der Demo unter Anderem regionale Gedenkveranstaltungen in der Umgebung statt, von welchen eine Anreise gewährleistet ist.

Wuppertal: Antifaschistischer Gedenkrundgang in Erinnerung an die Wuppertaler Pogromnacht vor 74 Jahren und an Karl-Hans Rohn.
Treffpunkt: 16:30 Uhr vor der Schwebebahnstation Loher Brücke.

Mettmann: Kranzniederlegung am „Koburg-Mahnmal“
Treffpunkt: 18:30 Uhr auf dem Lavalplatz.

Für alle anderen, insbesondere DemonstrationsteilnehmerInnen aus anderen Teilen Nordrhein-Westfalens, gibt es folgenden zentralen Treffpunkt:
Düsseldorf HBF: 18:40 Uhr vor dem „UFA PALAST“

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http://9november.blogsport.de/2012/11/09/update-heute-demo-gegen-rechts-in-mettmann-gestern-heute-neonazi-provokation/feed/
Last Call: Überregionale Demonstration gegen Rechts am 9. November 2012 in Mettmann http://9november.blogsport.de/2012/11/08/last-call-ueberregionale-demonstration-gegen-rechts-am-9-november-2012-in-mettmann/ http://9november.blogsport.de/2012/11/08/last-call-ueberregionale-demonstration-gegen-rechts-am-9-november-2012-in-mettmann/#comments Wed, 07 Nov 2012 23:20:37 +0000 Administrator News http://9november.blogsport.de/2012/11/08/last-call-ueberregionale-demonstration-gegen-rechts-am-9-november-2012-in-mettmann/ Am nächsten Freitag, den 9. November 2012, findet zum 74. Jahrestag der Reichspogromnacht eine überregionale Demonstration gegen Rechts in Mettmann statt. Unter dem Motto „Die Erinnerung zur Mahnung – Für eine Welt, in der Antisemitismus, Faschismus und Rassismus keinen Platz haben sollen, möchten wir der Opfer erinnern und an gegenwärtige Neonaziaktivitäten mahnen. Gemeinsam soll ein klares Zeichen gegen Rechts gesetzt werden!

Die letzten Informationen zur Demonstration gibt es hier als Zusammenfassung:

Wo wird demonstriert?
Die Auftaktkundgebung startet ab 19 Uhr auf der großen Kreuzung (Talstraße/Bahnstraße) in Mettmann Zentrum, unmittelbar an dem Bahnhaltepunkt „Mettmann-Zentrum“
Anschließend wird es eine Route entlang der einschlägig als Neonazi-Treffpunkt bekannten Gaststätte „Lounge Deluxe“ und durch die Mettmanner Innenstadt geben.
Die Abschlusskundgebung wird auf dem zentralen Jubiläumsplatz stattfinden.

Wer demonstriert?
Die Demonstration ist eine Initiative des Antifaschistischen Bündnisses Kreis Mettmann, welche von vielen UnterstützerInnen aus einem breiten Spektrum unterstützt wird. Neben vielen regionalen und überregionalen antifaschistischer Gruppen, unterstützen die Parteien „BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN“ und „DIE LINKE.“ die Demonstration. Des Weiteren zählt sich der DGB-Ortsverband Mettmann zum Unterstützerkreis. Mit der „Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V.“ und dem Bündnis „Wuppertal gegen Rechts“ wird man ebenfalls von breit aufgestellten Bündnissen aus der Nachbarstadt unterstützt.

Was machen die Neonazis?
Die möchten am Jahrestag der Reichspogromnacht Geburtstag eines „Kameraden“ feiern. Als Ort hierfür hat man sich erneut die Gaststätte „Lounge Deluxe“ in der Elberfelder Straße 53 in Mettmann ausgesucht. Die Reaktion der Neonazis auf diese Demonstration ist als Provokation zu werten und zeigt nochmals, dass Mettmann ein wichtiger Rückzugsort für Neonazis ist.

Was mache ich, wenn es Probleme gibt?
Wenn vor, während oder nach der Demonstration Probleme auftreten steht euch unter der Nummer 0152/13852965 ein Ermittlungsausschuss (EA) als rechtlicher Beistand zur Verfügung.

Kann ich eigene Fahnen/Transparente mitbringen?
Klar! Themenbezogene Fahnen / Transparente sind gerne erwünscht. Es wird lediglich darum gebeten von Parteifahnen etc. abzusehen.

Wie kann ich mich auf dem Laufenden halten?
Es wird am Tag der Demonstration einen Ticker geben, der über Facebook (https://www.facebook.com/antifaschistisches.buendnis.kreis.mettmann) oder Twitter (https://twitter.com/BuendnisME) aufgerufen werden kann.

Wie komme ich zur Demonstration?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Demonstration um 19 Uhr anzureisen.

So finden im Vorfeld der Demo unter Anderem regionale Gedenkveranstaltungen in der Umgebung statt, von welchen eine Anreise gewährleistet ist.

Wuppertal: Antifaschistischer Gedenkrundgang in Erinnerung an die Wuppertaler Pogromnacht vor 74 Jahren und an Karl-Hans Rohn.
Treffpunkt: 16:30 Uhr vor der Schwebebahnstation Loher Brücke.

Mettmann: Kranzniederlegung am „Koburg-Mahnmal“
Treffpunkt: 18:30 Uhr auf dem Lavalplatz.

Für alle anderen, insbesondere DemonstrationsteilnehmerInnen aus anderen Teilen Nordrhein-Westfalens, gibt es folgenden zentralen Treffpunkt:
Düsseldorf HBF: 18:40 Uhr vor dem „UFA PALAST“

Kommt am Freitag nach Mettmann und zeigt euren Protest gegen (Neo-)Nazis!

Denn: „Erinnern heißt Handeln!“
Überregionale Demonstration gegen Rechts am Jahrestag der Reichspogromnacht
Fr. 9. November – 19 Uhr Mettmann Zentrum

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http://9november.blogsport.de/2012/11/08/last-call-ueberregionale-demonstration-gegen-rechts-am-9-november-2012-in-mettmann/feed/
Neonazi-Provokation zum Jahrestag der Reichspogromnacht am 9. November 2012 http://9november.blogsport.de/2012/11/05/neonazi-provokation-zum-jahrestag-der-reichspogromnacht-am-9-november-2012/ http://9november.blogsport.de/2012/11/05/neonazi-provokation-zum-jahrestag-der-reichspogromnacht-am-9-november-2012/#comments Mon, 05 Nov 2012 10:24:51 +0000 Administrator News http://9november.blogsport.de/2012/11/05/neonazi-provokation-zum-jahrestag-der-reichspogromnacht-am-9-november-2012/ Am nächsten Freitag, den 9. November 2012, findet zum 74. Jahrestag der Reichspogromnacht eine überregionale Demonstration unter dem Motto „Die Erinnerung zur Mahnung- Für eine Welt in der Antisemitismus, Faschismus und Rassismus keinen Platz haben sollen“ in Mettmann statt. Wir möchten den Opfern der Reichspogromnacht erinnern, auf gegenwärtige Neonaziaktivitäten in Mettmann aufmerksam machen und mit vielen Menschen gemeinsam ein Zeichen gegen Rechts setzen.

Mit Bekanntwerden der Demonstration, gab es erste Anzeichen, dass sich Neonazis an jenem Tag erneut in der einschlägig als Neonazi-Treffpunkt bekannten Gaststätte „Lounge Deluxe“ in der Elberfelder Straße 53 treffen möchten. Diese Vermutung hat sich bestätigt. Ein Neonazi aus Wuppertal möchte am Jahrestag der Reichspogromnacht und parallel zu unserer Demonstration seinen „Geburtstag“ in der Lounge Deluxe feiern.
Dabei haben Neonazis in der Vergangenheit schon öfters durch solche Aktionen auf sich aufmerksam machen wollen und versucht Proteste gegen Rechts zu stören.

Wir sehen die Geburtstagsfeier der Neonazis an diesem Tag als Provokation an. Es ist von Neonazis nicht nur geschmacklos ausgerechnet an einem solchen Tag eine Geburtstagsfeier zu veranstalten, sondern stellt auch keinen Zufall dar, dies ausgerechnet am Jahrestag der Reichspogromnacht und parallel zur Demonstration stattfinden zu lassen. Diese Ankündigung der Neonazis ist eine Reaktion auf die am Freitag stattfindende Demonstration gegen Rechts und kann daher nur als Provokation gewertet werden.

Bei der letzten Sitzung vom „Bündnis für Toleranz & Zivilcourage“ am 25. Oktober in Mettmann wurde nach einem Informationsvortrag unsere Initiative von über 30 Anwesenden gelobt, wenngleich auch von einigen Skepsis ausgesprochen wurde, welche wir an dieser Stelle aus dem Weg räumen möchten.

Im Großen und Ganzen lassen sich die Einwände ( www.wz-newsline.de/lokales/kreis-mettmann/mettmann/wirbel-um-kundgebung-gegen-rechts-1.1136868 )auf den Teil der Demonstration beschränken, der sich mit dem Neonazi-Treffpunkt „Lounge Deluxe“ beschäftigen wird. Der Ablauf der Demonstration sieht eine Zwischenkundgebung an jener Gaststätte, welche seit über 3 Jahren von Neonazis genutzt wird, vor.

Dass man diesen Schritt als Provokation sieht, ist nicht nachzuvollziehen. Klar ist, dass sie Neonazis als Reaktion auf die Demonstration gegen Rechts, eine Geburtstagsfeier in der „Lounge Deluxe“ veranstalten wollen. Dies ist erneut ein Beweis dafür, dass die Gaststätte ein Rückzugsort für Neonazis ist und ein wesentlicher Bestandteil des eigentlichen Problems darstellt. Aus diesem Grund ist es wichtig und notwendig genau an diesem Ort seinen Protest zu zeigen und mit einem Redebeitrag auf dort stattgefundene Ereignisse einzugehen. Den Neonazis auszuweichen und fernab lediglich eine Kundgebung oder eine veränderte Route zu laufen, würde bedeuten, dass man die Augen verschließt. Wenn wir auf Neonaziaktivitäten aufmerksam machen möchten, ist es unausweichlich jene Orte aufzusuchen, die für die Neonazis mittlerweile zu einem wichtigen Rückzugsort geworden sind.

Wir möchten ebenfalls kurz auf ein mögliches räumliches Problem eingehen. Die Zwischenkundgebung wird, wie mit der Polizei beim Kooperationsgespräch vereinbart, etwa 30 Meter in Hör- und Sichtweite zur „Lounge Deluxe“ auf der zweispurigen Fahrbahn der Elberfelder Straße, welche ab Leyer Kopf vollständgig bis Mettmann-Zentrum zur Verfügung steht, stattfinden. Ein mögliches Platzproblem kann somit ausgeschlossen werden. Des Weiteren ließ die Polizei verlauten, dass sie mit „ausreichenden“ und „qualitativen“ Einsatzkräften vor Ort sein wird und sich für einen „störungsfreien Verlauf einsetzen wird“.

Für uns ist es nicht hinnehmbar und gleichsam unergründbar, dass eine angemeldete Demonstration zum Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht und Proteste gegen rechtes Gedankengut eine Provokation gegenüber Neonazis darstellen sollte, wenn diese als Reaktion darauf einen Geburtstag in einem bekannten Neonazi-Treff organisieren. Vielmehr sollte dies zu erkennen geben, dass Mettmann ein Neonazi-Problem hat und dass man es nicht dadurch lösen kann, in dem man wegschaut. Am 9. November 2012 haben wir die Möglichkeit mit vielen Menschen unseren Protest gegen Neonazis Ausdruck zu verleihen.

Wir möchten außerdem auf eine im letzten Sommer vom Rat der Stadt Mettmann verfasste Resolution eingehen. Im Wortlaut heißt es dort: „Wir wollen nicht zulassen, dass unsere Stadt von fremden- und ausländerfeindlichen Organisationen und Personen wiederkehrend als Veranstaltungsort missbraucht wird und auf diese Weise für Aktivitäten genutzt wird, die gegen die Demokratie und Menschenwürde gerichtet sind. Der Rat der Stadt Mettmann spricht sich gegen Rassismus, Antisemitismus und Extremismus sowie gegen die Verbreitung ihrer Ideologien aus und unterstützt die Aktivitäten gesellschaftlicher Gruppen gegen Rechtsextremismus in unserer Stadt.“
Des Weiteren werden alle Menschen dazu aufgerufen sich an „friedlichen Protesten und Aktivitäten gegen das Auftreten von Rechtsextremisten und Neonazis“ zu beteiligen. Abschließend appelliert der Rat der Stadt Mettmann an alle, die Augen nicht zu verschließen und diesen Gruppen keine Räumlichkeiten oder Plätze für deren Zwecke zur Verfügung zu stellen.

Soviel zur Theorie. Und wie sieht es mit der Praxis aus? Seit dem Beschluss hat sich in Mettmann nichts verändert. Nach wie vor treiben Neonazis ihr Unwesen in der Stadt, verbreiten neonazistische Propaganda und greifen Menschen an. Nach über 3 Jahren Neonazi-Spuk in Mettmann, ist es an der Zeit ein klares Zeichen gegen Rechts zu setzen. Die Resolution mag ein Anfang sein. Jedoch muss sie auch in der Praxis Bestand haben. Während „BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN“ und „DIE LINKE.“ die Demonstration am 9. November unterstützen, gab es von der „CDU“ eine klare Absage, von der „SPD“ bis heute immer noch Überlegungen und von der „FDP“ und „UBWG“ erst gar keine Antwort.

Wenn der Rat der Stadt Mettmann an alle Menschen appelliert sich an Protesten gegen Rechts zu beteiligen, dann sollte man erwarten, dass von jenen Politikern, die hinter dieser Resolution stehen, gleiches zu erwarten sei. Wir rufen alle Mitglieder des Stadtrates auf, ihrer eigens beschlossenen Resolution nachzukommen, die Augen nicht zu verschließen und sich ebenfalls an Protesten gegen Rechts zu beteiligen.

Möglichkeit hierzu gibt es bereits am nächsten Freitag. Neben Parteien rufen auch der „DGB-Ortsverband Mettmann“ , viele weitere politische und sozialen Gruppen, sowie die „Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V.“ und das „Wuppertaler Bündnis gegen Rechts“ zur Teilnahme an der Demonstration auf.

Wir wollen der Opfer der Reichspogromnacht gedenken und unseren Unmut über gegenwärtige Neonaziaktivitäten zum Ausdruck bringen.

Wir sind es allen Opfern des Nationalsozialismus schuldig, die Augen nicht zu verschließen.
Wenn wir den Opfern der Reichspogromnacht gedenken, müssen wir uns auch dafür einsetzen, dass solch entsetzlichen Ereignisse nie wieder stattfinden dürfen.
Wir haben keinen Platz für Neonazis!

Überregionale Demonstration gegen Rechts am Jahrestag der Reichspogromnacht
Freitag, 9. November 2012 – 19 Uhr – Mettmann Zentrum

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[TERZ] Mettmann: Rückzugsort für die Neonazi-Szene http://9november.blogsport.de/2012/11/02/terz-mettmann-rueckzugsort-fuer-die-neonazi-szene/ http://9november.blogsport.de/2012/11/02/terz-mettmann-rueckzugsort-fuer-die-neonazi-szene/#comments Fri, 02 Nov 2012 09:29:39 +0000 Administrator News http://9november.blogsport.de/2012/11/02/terz-mettmann-rueckzugsort-fuer-die-neonazi-szene/ Mit der aktuellen November-Ausgabe der „TERZ“, eine autonome Stattzeitung für Politik und Kultur in Düsseldorf und Umgebung, ist ein Artikel über Neonaziaktivitäten in Mettmann und die anstehende Demonstration am 9. November 2012 erschienen.

„Die Stadt Mettmann, zwischen Wuppertal und Düsseldorf im Neandertal gelegen, hat sich zu einem wichtigen Rückzugsort für die regionale Neonazi-Szene entwickelt. Auch aus diesem Anlass findet dort am Jahrestag der Reichspogromnacht am 9. November 2012 eine überregionale Demonstration unter dem Motto „Die Erinnerung zur Mahnung“ statt.

Mit der Gaststätte „Lounge Deluxe“ in der Elberfelder Straße stehen Neonazis im Mettmann Räumlichkeiten für Veranstaltungen und Versammlungen zur Verfügung (vgl. TERZ 01.10 und 06.11) . Bekannt wurde dies bereits Anfang Dezember 2009. Für den 5. Dezember 2009 hatte die extrem rechte „Gemeinschaft Deutscher Frauen“ (GDF) zu einem „Tag der Generationen“ eingeladen. In „weihnachtlicher Umgebung“ präsentierten „Zeitzeugen“ und „nationale Aktivisten“ Redebeiträge, außerdem wurde ein „Kinderprogramm“ angeboten. Zudem soll ein „Liedermacher“ aufgetreten sein.

Über ein Jahr später wurde dann bekannt, dass in der Gaststätte auch Informations- und Mobilisierungsveranstaltungen für Neonazi-Demonstrationen in Wuppertal und Stolberg stattgefunden hatten. Und offenbar nutzte auch die NPD die „Lounge Deluxe“ des Öfteren als Versammlungsort für ihre monatlichen Treffen. Anlässlich der bevorstehenden Landtagswahlen veranstaltete sie dort im Frühjahr 2012 auch eine Wahlkampfveranstaltung. Es nahmen über 50 Neonazis aus ganz NRW teil, unter ihnen der NPD-Landeschef Claus Cremer und Aktivisten der mittlerweile verbotenen „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL).
Nicht nur Rückzugsraum

In Mettmann versuchten sich Neonazis auch immer wieder an kleineren Aktionen. Anlässlich des 23. Todestages des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß wurden am 17. August 2010 Straßen mittels Aufklebern in „Rudolf Hess Straße“ umbenannt und ein „Rudolf Hess – Unvergessen“-Transparent an einer Brücke aufgehängt. Am 28. Juni 2011 führten NPD und „Freie Kräfte“ eine zirka 50-köpfige Kundgebung unter dem Motto „Pressehetze abschalten“ auf dem zentral gelegenen Jubiläumsplatz durch. Im August 2011 richtete der NPD-Kreisverband Mettmann/Düsseldorf in Zusammenarbeit mit „Autonomen Nationalisten“ auf einem Mettmanner Sportplatz ein „nationales Fußballturnier“ aus. Angemietet wurde der Platz bei der Stadt als Dartverein. Am 21. Februar 2012 wurde ein Mitglied des von der Stadt getragenen „Bündnisses für Toleranz & Zivilcourage“ von einer unbekannten Person attackiert. Die angegriffene Person wurde antisemitisch angepöbelt, bedroht und mit einer Bierflasche angegangen.
Antifaschistisches Bündnis

Im Juni dieses Jahres gründete sich dann das „Antifaschistische Bündnis Kreis Mettmann“ (www.BuendnisME.blogsport.de ). Dieses Bündnis versteht sich als Zusammenschluss bereits bestehender antifaschistischer Gruppen im Kreis Mettmann und weiteren Einzelpersonen aus einzelnen Gemeinden des Kreises. Mit Gründung des Bündnisses wurde die Kampagne „Mettmann Nazifrei“ ins Leben gerufen. Infolgedessen wurde in den letzten vier Monaten mit öffentlichen Aktionen auf das Neonazi-Problem in Mettmann aufmerksam gemacht.

Ein grundlegendes Problem besteht in Mettmann sicherlich auch darin, dass die extreme Rechte zuvor nicht ausreichend thematisiert und die Problematik nicht an weite Teile der Öffentlichkeit herangetragen wurde. Dass es tatsächlich Probleme mit Neonazis gibt und wie akut diese sind, konnte man am 28. Juli 2012 feststellen, als Antifaschist_innen am Bahnhof Mettmann nur knapp einem Angriff einer größeren Gruppe Neonazis entgingen. Als Antifaschist_innen wenige Tage später auf den versuchten Übergriff öffentlich aufmerksam machen wollten, fanden sich etwa 20 Neonazis ein, die sich in der „Lounge Deluxe“ versammelten und sich vor der Gaststätte provozierend mit einem Transparent aufstellten. Anwesende Polizeikräfte schienen sich weniger für die Neonazis als für den antifaschistischen Protest zu interessieren, der schlussendlich mit aggressivem Nachdruck und mittels Platzverweisen aus der Stadt verbannt wurde. Dank des Polizeieinsatzes konnten sich die Neonazis anschließend einen netten Abend in der „Lounge Deluxe“ machen, deren Inhaber keinerlei Probleme mit der neonazistischen Szene zu haben scheint. Seitens der Polizei wurde auch nicht verhindert, dass ein Neonazi am 18. August 2012 in unmittelbarer Nähe einer Gedenkveranstaltung anlässlich des 70. Todestag des NS-Gegners und -Opfers Johannes Flintrop versuchte, zwei Teilnehmer mit Pfefferspray anzugreifen.
Ausblick

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Stadt Mettmann ein wichtiger Rückzugsort für die Neonazi-Szene im Rheinland geworden ist. Mit der Gaststätte „Lounge Deluxe“ hat sie jederzeit Zugriff auf Räumlichkeiten, sei es für Veranstaltungen oder auch für spontane gesellige Abende.

Eine Möglichkeit, das genannte Problem öffentlich wahrnehmbar zu thematisieren, gibt es am 9. November 2012. Anlässlich des Jahrestages der Reichspogromnacht findet am Abend dieses Tages unter dem Motto „Die Erinnerung zur Mahnung – Für eine Welt, in der Antisemitismus, Faschismus und Rassismus keinen Platz haben sollen“ eine überregionale Demonstration in Mettmann statt. Die Entwicklung in Mettmann gibt der Erinnerung an die Reichspogromnacht eine erschreckende Aktualität. Dem Gedenken an die deutschen NS-Verbrechen auch weiterhin Gehör zu verschaffen, sollte in Anbetracht von gegenwärtigen Neonazi-Aktivitäten ohnehin weiterhin eine wichtige Aufgabe für alle sein. Gemeinsam mit vielen Unterstützer_innen soll an diesem Tag ein klares Zeichen gegen Rechts gesetzt werden. Denn auch im Mettmann gibt es keinen Platz für Neonazis!“

Der Artikel ist auch auf der Internetpräsenz der Zeitung veröffentlicht. Zu finden hier: http://www.terz.org/texte/texte_1211/nazis-in-mettmann.html

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Überblick der bisherigen Unterstützerinnen & Unterstützer http://9november.blogsport.de/2012/10/28/ueberblick-der-bisherigen-unterstuetzerinnen-unterstuetzer/ http://9november.blogsport.de/2012/10/28/ueberblick-der-bisherigen-unterstuetzerinnen-unterstuetzer/#comments Sun, 28 Oct 2012 15:55:17 +0000 Administrator News http://9november.blogsport.de/2012/10/28/ueberblick-der-bisherigen-unterstuetzerinnen-unterstuetzer/ Zum 74. Jahrestag der Reichspogromnacht findet am Freitag, den 9. November 2012, unter dem Motto „Die Erinnerung zur Mahnung“ auf Initiative des Antifaschistischen Bündnisses Kreis Mettmann eine überregionale Demonstration gegen Rechts in Mettmann statt.

Wir möchten an dieser Stelle einen Überblick über die bisherigen Unterstützerinnen und Unterstützer geben:

Von „BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN“ wird der Aufruf vom Kreisverbandsvorstand der Partei im Kreis Mettmann, von der Fraktion in der Stadt Mettmann und vom Ortsverband in Mettmann unterstützt. Des Weiteren hat die Grüne Jugend Düsseldorf zugesagt. Ebenfalls gibt es von „DIE LINKE.“ – Fraktion im Kreistag des Kreises Mettmann Unterstützung. Mit dem Ortsverband des „Deutschen Gewerkschaftsbundes“ (DGB) ist weitere Unterstützung aus Mettmann zugesagt.

Neben vielen regionalen und überregionalen antifaschistischen Gruppen und Kampagnen, wie Kein Bier – Kein Platz für Nazis in Wuppertal, wird der Aufruf ebenfalls von anderen politischen Initiativen, wie das „soli-kommitee wuppertal“, und sozialen Einrichtungen, wie die „Tacheles Sozialhilfe Wuppertal“, unterstützt.
Außerdem erhält man mit dem Bündnis „Wuppertal gegen Rechts“ und der „Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V.“ Unterstützung aus den verschiedensten Bereichen, wie zum Beispiel Vertretern der Kirche, weiteren Parteifunktionären und Einzelpersonen.

Die Demonstration wird von vielen verschiedenen Gruppen, Parteien und Vereinen getragen. Wir werden am 9. November 2012 gemeinsam ein klares Zeichen gegen Rechts setzen und wir freuen uns über jede weitere Unterstützung. Schicken Sie uns einfach eine Mail an buendnisme@gmx.de

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Mobi-Video zur Demonstration am 9. November 2012 in Mettmann http://9november.blogsport.de/2012/10/27/mobi-video-zur-demonstration-am-9-november-2012-in-mettmann/ http://9november.blogsport.de/2012/10/27/mobi-video-zur-demonstration-am-9-november-2012-in-mettmann/#comments Fri, 26 Oct 2012 23:53:58 +0000 Administrator News http://9november.blogsport.de/2012/10/27/mobi-video-zur-demonstration-am-9-november-2012-in-mettmann/ Zur überregionalen Demonstration am 9. November 2012 gibt es nun auch ein Mobi-Video, welches einerseits an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern soll, andererseits aber ebenso zur Mahnung aufgrund gegenwärtiger Neonazi-Aktivitäten. Dieser Bezug soll auch mit dem Motto der Demo am 74. Jahrestag der Reichspogromnacht „Die Erinnerung zur Mahnung – Für eine Welt in der Antisemitismus, Faschismus und Rassismus keinen Platz haben sollen“ hergestellt werden.

Das Video gibt es hier:
http://www.youtube.com/watch?v=KCrOWLVUAuo

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Herbstfest der NPD in Mettmann http://9november.blogsport.de/2012/10/26/herbstfest-der-npd-in-mettmann/ http://9november.blogsport.de/2012/10/26/herbstfest-der-npd-in-mettmann/#comments Fri, 26 Oct 2012 11:47:54 +0000 Administrator News http://9november.blogsport.de/2012/10/26/herbstfest-der-npd-in-mettmann/ Erneut wurde die Mettmanner Gaststätte „Lounge Deluxe“ zum Schauplatz faschistischer Propaganda. Vergangenen Samstag fand in der Kneipe, die schon seit einiger Zeit einschlägig als Neonazi-Treffpunkt bekannt ist, ein sogenanntes Herbstfest der NPD statt. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung von „freien nationalen Kräften aus Wuppertal“ und dem als nationalsozialistisch geltenden NPD-Kreisverband Mettmann/Düsseldorf, um die Mettmannerin Nadine Braun, welche nun auch in den Landesvorstand der NPD gewählt wurde, und Manfred Breidbach aus Düsseldorf. Letzterem wird in einem Bericht der NPD auch die meiste Redezeit zugeschrieben. Ähnliche Veranstaltungen in der Vergangenheit bestanden bei der NPD in der Regel aus Kinderschminken, rechtsradikaler Musik und als „Gedichte“ verschönten, Vorlesungen von originalen Briefen aus dem 2. Weltkrieg. Außerdem nutzte ein Neonazi aus Wuppertal das Herbstfest dazu, für eine rechtsradikale Demonstration in Remagen (Rheinland-Pfalz) zu werben.

Derweil äußert sich der Inhaber der „Lounge Deluxe“, Frank K. gehabt uneinsichtig. Er als „Demokrat und auch für jede Szene offen, die sich dem korrupten Regime widersetzt“ sieht keine Probleme an „so viel Theather wegen 2 x jährlicher Unterstützung von Nationalisten im eigenen Land“, wie er über dem offiziellen Facebook-Account seiner Gaststätte verkündet. Diese Aussagen stehen dort, für jeden zugänglich, neben Sympathiebekundungen zu Adolf Hitler und wilden Verschwörungstheorien.

Weiterhin möchten wir hiermit die Mettmanner Öffentlichkeit fragen, ob sie sich wirklich so wohl fühlen in einem Laden zu gastieren, in dem ein solches Klima verbreitet wird? Auch um auf dieses Thema einzugehen, heißt es am 9. November 2012: Die Erinnerung zur Mahnung – Für eine Welt, in der Antisemitismus, Faschismus und Rassismus keinen Platz haben sollen.

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Gerichtsverhandlung wegen antisemitischer Beleidigungen und schwerer Körperverletzung in Mettmann http://9november.blogsport.de/2012/10/24/gerichtsverhandlung-wegen-antisemitischen-beleidigungen-und-schwerer-koerperverletzung-in-mettmann/ http://9november.blogsport.de/2012/10/24/gerichtsverhandlung-wegen-antisemitischen-beleidigungen-und-schwerer-koerperverletzung-in-mettmann/#comments Wed, 24 Oct 2012 10:07:38 +0000 Administrator News http://9november.blogsport.de/2012/10/24/gerichtsverhandlung-wegen-antisemitischen-beleidigungen-und-schwerer-koerperverletzung-in-mettmann/ Gestern fand vor dem Amtsgericht Mettmann ein Prozess wegen antisemitischer Beleidigungen, Sachbeschädigung und schwerer Körperverletzung von Februar diesen Jahres statt. Diese richteten sich, wie bereits in der Chronik erwähnt, gegen ein Mitglied des Bündnisses für Toleranz & Zivilcourage in Mettmann. Da ein Zeuge nicht erschienen ist, wird der Prozess in 3 Wochen fortgesetzt.

Ein Bericht zum gestrigen Verhandlungstag findet sich hier: WZ: Antisemitismusvorwurf: Angeklagter streitet alles ab
Auch das WDR hat der Verhandlung Aufmerksamkeit gewidmet und einen Bericht in der Lokalzeit am Abend gebracht. Dieser ist allerdings nicht in der Mediathek einsehbar.

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